Surfzeit ist gleich Reisezeit – Wir packen unsere Taschen und Boardbags und wenn es nicht mit dem Auto an den französischen Atlantik geht, müssen wir uns in den Flieger schwingen. Doch welche Airline verlangt wie viel für deine Boardbag? Muss ich die Surfbag vorher anmelden? Hier findest du eine Übersicht einiger Airlines und deren Bestimmungen, was die Mitnahme deines Surfgepäcks angeht.

Tipps für das Reisen mit der Boardbag

  • Wie in dem Beitrag „Die richtige Boardbag kaufen“ beschrieben, ist es praktisch eine etwas größere Tasche zu nehmen, um zwei Surfbretter in die Tasche zu packen. Vor allem wenn man zu zweit reist, spart man sich die Hälfte des Preises für das Sondergepäck. Vom Gewicht her ist das kein Problem, da du beim Sperrgepäck zwischen 20 -30 kg frei hast.
  • Erkundige dich vorher, ob du die Boardbag anmelden musst. Bei Condor zum Beispiel sparst du dir 60 €, wenn du die Surftasche vorher anmeldest. Außerdem kann es sein, dass du das Boardbag nicht mitnehmen darfst, weil nur ein gewisses Kontingent an Übergepäck im Flieger transportiert werden darf.
  • Deine Boardbag hat einen Trageriemen, den du abnehmen kannst? Dann mach das bevor du das Boardbag eincheckst. So gehst du sicher, dass der Riemen nicht versehentlich beim Verladen abgerissen wird.
  • Du hast 30 kg frei für dein Boardbag? Wenn du nicht musst und die Tasche gut gepolstert ist, musst du das nicht bis zum ultimo ausnutzen. Boardbags sind nicht unbedingt die Lieblingsgepäckstücke der Verlader, ist es nicht ganz so schwer, wird es vielleicht nicht so sehr durch die Gegend geschmissen.
  • Sperrgepäckschalter: Oft ist es so, dass du dein Boardbag ganz normal am Schalter eincheckst, es dann aber an einem extra Sperrgepäckschalter abgeben musst. Das läuft am Zielflughafen genauso. Das Boardbag wird nicht über das Gepäckband transportiert sondern kommt in einen extra Bereich, da musst du ein wenig die Augen offen halten.
  • Auch wenn es nervt und du am Zielflughafen eigentlich gleich weiter willst, kontrolliere dein Boardbag auf Schäden. Nimm dir die Zeit die Tasche zu öffnen und dein Surfbrett zu checken. Ist irgendwas kaputt, musst du das oft direkt am Flughafen reklamieren, sonst bekommst du keine Erstattung.

Hast du noch Tipps, was das Reisen mit der Boardbag angeht? Dann schreib uns gerne, wir freuen uns über dein Feedback.

Surfgepäckbestimmungen Airlines Übersicht

Übersicht über verschiedene Airlines und deren Surfgepäckbestimmungen

Singapore Airlines Surfboard mitnehmen: Mit Singapore Airlines erreichst du Flugziele wie Jakarta, Colombo oder auch Denpasar. Du möchtest dein Surfboard mitnehmen? Das musst du ein wenig aufpassen: In Summe (Länge + Breite + Höhe) darf dein Surfboard das Maß 158 cm (62 in.) nicht überschreiten. Das ist nicht wirklich viel, wenn man bedenkt, dass ein Surfbrett mit 6 Fuß ca. 182 cm groß ist. Bleibt dein Board in diesem Größenfenster, gilt es als Freigepäck. Ist es größer, musst du dich bei Singapore Airlines direkt melden. Stelle deine Anfrage am besten hier.

Emirates Surfboard Richtlinien: Emirates ist für uns Surfer eine gute Alternative, was das Freigepäck angeht. Ich bin so nach Sri Lanka geflogen. Man hat ausreichend Beinfreiheit, das Essen ist ganz lecker und auch der Service gut. Allerdings kam beim Board in Colombo mit einem 2 € Stück großen Loch an. Ärgerlich, aber gut, passiert. Je nach gebuchtem Tarif, darfst du zwischen 20 – 50 kg Freigepäck mitnehmen. Vom Gewicht her ist das schon einmal super, auch Länge, Breite und Höhe dürfen insgesamt nicht länger als 300 cm ergeben. Das passt auch gut für ein etwas längeres Surfbrett plus ausreichend Polsterung. Hier findest du eine Übersicht zum Freigepäck von Emirates.

Qatar Airways Surfboard als Sportgepäck: Bei Qatar kannst du dein Surfgepäck wie bei Singapore und Emirates auch als Freigepäck aufgeben. Es kommt auch wieder darauf an, welchen Tarif du gebucht hast und wo du hinfliegst. Allerdings gilt für ein Economy Ticket ein Maximalgewicht von 30 kg. Die Größe des Gepäcks darf wieder in Summe, Länge plus Breite plus Höhe 300 cm nicht überschreiten. Checke allerdings vor deinem Abflug noch einmal, ob sich da bei deiner Reiseroute etwas ändert. Nähere Infos findest du hier.

Etihad Surfbrett im Sportgepäck: Etihad erlaubt auch statt des normalen Koffers, dein Surfboard als Gepäck aufzugeben. Das Boardbag darf nicht mehr als 32 kg wiegen und bei dieser Fluggesellschaft sind deine Mathe Skills gefragt. Länge plus Breite plus Höhe darf maximal 207 cm betragen. Ein bisschen weniger als bei Emirates und Qatar, aber mehr als bei Singapore Airlines. Um genauere Informationen, auch wieder zu deinem Reiseziel zu bekommen, klickst du am besten hier.

Turkish Airlines Surfboard: Mit Turkish Airlines ist Berni nach Jakarta geflogen und war sehr zufrieden. Leckeres Essen, genug Entertainment, um die lange Flugzeit zu überstehen und vor allem ist das Surfboard auf dem Hin- und Rückflug heile angekommen. Die Freigepäcksgrenze in der Economy Class beträgt 23 kg. Theoretisch ist das genug für eine Boardbag. Allerdings sind die Maße, Länge + Breite + Höhe, mit 158 cm wie bei Singapore Airlines sehr knapp. Die genauen Gepäckinformationen findest du hier. Du musst dein Surfgepäck vorher anmelden, um sicherzugehen, dass der Flieger dein Board auch unter bekommt. Berni hat für sein Boardbag von München nach Jakarta 90 € pro Strecke bezahlt. Nicht sonderlich günstig, aber wenn du dir überlegst, dass die Boardmiete, der Stress vor Ort und natürlich ein anderes Gefühl auf einem fremden Board, dann ist das die 90 € one-way schon Wert.

Surfboard bei Eurowings mitnehmen: Eurowings bietet verschiedene Gepäckoptionen an, der Smarttarif zum Beispiel beinhaltet ein Gepäckstück bis 23 kg und ein Handgepäckstück. Allerdings ist das Sportgepäck nicht inbegriffen, das musst du extra buchen. Kümmere dich rechtzeitig darum, oft ist die Anzahl an Sperrgepäckstücken begrenzt. Auf Kurzstrecken kostet das Boardbag 50 € pro Flug, die Langstrecke schlägt mich 100 € zu Buche. Nähere Infos zum Sondergepäck bei Eurowings findest du hier.

Condor Surfboard Richtlinien: Mit Condor sind wir schon ein paar Mal von München nach Agadir geflogen und es war immer in Ordnung. Die Surfboards sind gut angekommen und auch preislich war es ok. Bei Condor richtet sich der Preis für die Boardbag nach deinem Zielflughafen und wird in Zonen eingeteilt. Marokko zum Beispiel ist Zone 2 und kostet 59,99 €. Achtung es gibt einen Frühbucherrabatt von 10%, buchst du also rechtzeitig sparst du dir noch einmal 5 €. Es lohnt sich auf jeden Fall das Sportgepäck vorher anzumelden, da am Flughafen ein Preis von 120 € für deine Boardbag fällig werden, wenn du es spontan machst. Das ist schon ein Unterschied. Die Maße betragen Länge 300 cm x Breite 60 cm x Höhe 50 cm und dürfen ein Gewicht von 30 kg nicht überschreiten. Wenn du die Bestimmungen noch einmal nachlesen möchtest, kannst du das hier machen.

Flygermania Surfboard Richtlinien: Bei Flygermania hast du 20 kg Freigepäck frei, das Surfgepäck ist hier nicht dabei. Die Boardbag mitzunehmen ist aber kein Problem. Flygermania rät das Surfbrett gut zu verpacken (netter Tipp:) und vorher anzumelden. Pro Strecke kostet das 60 €. Auch hier ist es sinnvoll das Sondergepäck vorher anzumelden. Hier der Link zu den Sondergepäcksregelungen.

Lufthansa Surfboard Sportgepäck: Wie bei den meisten Airlines hast du auch bei der Lufthansa im Economy Tarif ein Handgepäckstück bis 8 kg und ein Gepäckstück bis 23 kg frei. Surfgepäck bzw. Sondergepäck musst du auch hier extra zu buchen. Auf der Webseite findet man leider keine sehr übersichtliche Tabelle oder Ähnliches, mit den Staffelungen für das Sondergepäck. Es wird geraten sich mit Lufthansa in Verbindung zu setzen, um das Surfgepäck anzumelden und den Preis zu erfahren. In dieser Tabelle findest du Anhaltspunkte. Pro Flug musst du mit etwa 100 € für deine Boardbag rechnen.

Fazit: Reisen mit dem Boardbag bedarf ein wenig mehr Planung, ist aber eigentlich auch kein Problem. Erkundige dich rechtzeitig, am besten gleich bei der Buchung, nach den Sperrgepäckregelungen deiner Airline und dann sollte das alles glattgehen.